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Achtung! Dieser Beitrag ist hinsichtlich der angegebenen Fristen überholt (s.a. Pressemitteilung des MLUR S-H)


Jeder Grundstückseigentümer ist verpflichtet nachzuweisen, dass die Abwasserleitungen auf seinem Grundstück dicht sind. Im Gebiet des Zweckverbandes Südstormarn ist die Trennstelle zwischen der privaten und der öffentlichen Abwasseranlage in der Regel der Grundstücksübergabeschacht nahe der Grundstücksgrenze an der Straße. Innerhalb des Wasserschutzgebietes Glinde müssen die Abwasserleitungen auf den Grundstücken bis zum 31.12.2009 einer Erstprüfung unterzogen werden.

Um einen Überblick über das Wasserschutzgebiet Glinde zu erhalten, klicken Sie bitte auf das unten stehende Bild.

 

 Wasserschutzgebiet

 

Rechtsgrundlage für die Untersuchung ist die Deutsche Norm DIN 1986 Teil 30, Ausgabe Februar 2003 (DIN 1986-30:2003-02). Der Nachweis, dass die Abwasserleitungen auf dem Grundstück dicht sind, kann durch Fachunternehmer auf zweierlei Weise erbracht werden:

 

Als erste Möglichkeit gibt es die optische Inspektion der Grundleitungen (sogenannte Kanalfernsehuntersuchung), bei der die Leitungen mit Spezialkameras abgefahren werden. Grundleitungen gelten als dicht, wenn keine sichtbaren Schäden oder Fremdwassereintritte festgestellt werden (DIN 1986-30:2003-02, Ziff. 5.2.1).

Ziffer 5.3 der DIN 1986-30:2003-02 legt unter anderem weiter fest: "Die bei der optischen Inspektion (...) festgestellten Schäden sind zu dokumentieren und zu bewerten. Für die Zustandserfassung von (...) Grundleitungen (...) und der Schadensbewertung sind nachfolgende Regelwerke zu berücksichtigen:

 

- ATV M 143 Teile 1 und 2

- ATV M 149 oder ISYBAU, ..."

 

Zur zweiten Möglichkeit sagt die DIN 1986-30:2003-02 in Ziff. 5.2.1:

"Ist eine optische Inspektion nicht durchführbar oder wird sie als nicht ausreichend angesehen, ist eine Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 mit Wasser oder Luft durchzuführen (...) Grundleitungen, die nur häusliches Wasser ableiten (...) können mit einer Wasserdruckprüfung durch Auffüllung bis 0,5 m über Rohrscheitel auf Dichtheit geprüft werden. Ist dieses bei alten Leitungssystemen nicht möglich, kann die Leitung alternativ bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes oder Unterkante der Reinigungsöffnung in der Fallleitung mit Wasser aufgefüllt werden. Die Prüfzeit beträgt 15 Minuten bei einem Wasserzugabewert von 0,2 l/m²."

 

Mögliche Schäden in Ihrer Anschlussleitung, die zu Undichtigkeit führen und daher saniert werden müssen, können sich wie folgt darstellen: (Zur Vergrößerung bitte auf das jeweilige Bild klicken)

 

Darstellung von einem Querriss innerhalb der Leitung:

Querriss

 

Darstellung eines Rohbruches bzw. Einsturz der Leitung:

Rohrbruch

 

Darstellung von Wurzeleinwuchs:

Wurzeleinwuchs

 

Der Verband empfiehlt Ihnen, möglichst zusammen mit mehreren Nachbarn, mindestens drei Angebote von Fachunternehmen einzuholen und darauf zu achten, dass die Firmen Ihre Eignung für die Durchführung dieser Arbeiten nachweisen können (z.B. Nachweis nach RAL-GZ 961 mit Besitz des entsprechenden RAL- Gütezeichens Kanalbau "Leistungsbereich G" für die Prüfung von Entwässerungsanlagen in Gebäuden und auf Grundstücken oder gleichwertige Qualifikationen).

 

Das Prüfprotokoll für die Dichtheitsprüfung der Grundstücksentwässerungsanlage steht unter der Rubrik "Formulare" zum Download bereit. Das von der sachkundigen Firma ausgefüllte Prüfprotokoll übersenden Sie bitte dem Zweckverband Südstormarn, Berliner Str. 10, 21509 Glinde.

 

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die z.Zt. geltenden Fristen für die Dichtheitsprüfung in Wassergewinnungsgebieten Schutzzone III auf:

 

Wiederprüfung

 

Bei den in Tabelle 1 mit KA (Kanalfernsehuntersuchung) bezeichneten Fällen, gelten die Grundleitungen im Sinne dieser Norm auch als dicht, wenn bei einer Prüfung mit der Kanalfernsehanlage keine sichtbaren Schäden und Fremdwassereintritte festgestellt wurden.

 

Ist eine optische Inspektion nicht durchführbar oder wird sie als nicht ausreichend angesehen, ist eine Dichheitsprüfung nach DIN EN 1610 mit Wasser oder Luft (DR) durchzuführen.

 

Erläuterung 

 

Sofern nach der ersten wiederkehrenden Prüfung keine baulichen oder verkehrstechnischen Änderungen mit Auswirkung auf die Entwässerungsanlage (statisch/dynamisch) erfolgt sind und die abwassertechnische Belastung nicht verändert wurde, können im Einvernehmen mit der Überwachungsbehörde die Intervalle für die wiederkehrende Prüfung verlängert oder verkürzt werden.

 

Folgende Fristen gelten außerhalb von Wassergewinnungsgebieten Schutzzone III:

 

Prüfung außerhab WSGebiet

 

Wiederprüfung außerhalb WSGebiet

 

Zur Information der Grundstückseigentümer hat der Verband im März 2009 ein Schreiben verfasst und auf dem Postwege verschickt. Das Schreiben kann hier als PDF eingesehen werden. Im Januar 2010 folgte ein Erinnerungsschreiben, welches die betroffenen Grundstückseigentümer daran erinnern soll, die Dichtheitsprüfung zeitnah durchführen zu lassen. Dieses Schreiben können Sie hier einsehen.

 

Für Fragen in diesem Zusammenhang steht Ihnen Herr Boldt, Tel: 040 / 710 902 25 zur Verfügung.

 

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein hat am 07.10.2010 eine Pressemitteilung zu der Umsetzung der Dichtheitsprüfung veröffentlicht. Um diese herunterzuladen oder anzusehen klicken Sie einfach auf diesen Link.

 

 

 

 

 

 
Tel.:040 - 710 902 0
Fax:040 - 710 902 44
Email:info@zvsuedstormarn.de